Aufgeräumt

Wer hält sich schon gern in seinem Keller auf? Da sammeln sich schließlich über die Jahre viele Dinge, die man nicht immer oder zunehmend auch gar nicht mehr braucht. Gewöhnlich geht es in den Kellern eher chaotisch zu. Besuchern gewährt man den Zutritt in die unaufgeräumten Bereiche nur ungern. Da sind viele Sachen verborgen, die nicht jeder sehen muss.

Nun stand bei uns ein Kindergeburtstag an und es sollte eine Übernachtungsparty werden. Doch wohin mit den neun Mädels? Na klar, in den Keller! Die optimale Gelegenheit, dem Keller neues Leben einzuhauchen. Dann wurde verschoben, weggeworfen, geputzt; Teppich, Lichterketten, Deko und Musikanlage positioniert und der Raum am Ende schön warm gemacht. Es war herrlich gemütlich. Bald lagen für alle Matratzen im Raum. Getränke, Knabbereien und ein guter Film mussten natürlich auch sein.

So kann ein Raum, in dem sonst höchstens viele Spinnen leben und der dunkel, ungemütlich und schmutzig ist, wieder ein Raum werden, in dem sich das Leben abspielt.

Wir haben in unserem Leben auch Kellerbereiche, wo sich der "Müll" sammelt, wo wir Dinge verstecken, die andere nicht sehen sollen, und die wir selber nicht immer vor Augen haben wollen. Das sind Erlebnisse aus der Vergangenheit, Schuld, Verletzungen, eigene Schwächen – Dinge, die wir verdrängen. Sie kommen in den Keller unseres Lebenshauses. Und da unten im Dunkeln bleiben sie, bis wir merken, dass es "zu eng wird", "nach Schimmel riecht", wir auf der Stelle treten und merken, dass da etwas ist, das uns in unserer Seele bedrückt und das Leben lähmt. Dann bräuchten wir jemanden, der mal Licht ins Dunkel bringt und mit uns aufräumt.

So ein Entrümpler ist Jesus Christus. Er kam damals in die Welt, um Licht ins Dunkel zu bringen und ganz konkret in "Lebenshäuser" aufgenommen zu werden. Und da ist es vor allem der Keller, der es ihm angetan hat. Doch das lehnen bis heute viele ab und lassen ihn vor der Tür stehen. Im Johannesevangelium steht:  Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. Diejenigen, die Jesus in ihr Lebenshaus aufnehmen und ihm vertrauen, werden erfahren, wie er neues Leben sogar in die Kellerräume bringt, nachdem er liebevoll beim Entrümpeln geholfen hat. Gott wird zum Vater, der für seine Kinder gern eine "Kellerparty" vorbereitet. Ein ehrliches "Herzlich willkommen, Jesus!" kann Leben befreien und Herzen heilen.

Marcus Vogel

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